Gemeinde Fleckeby

Mit der Urkunde zur Auflösung des Schleswiger Michaelisklosters von 1196 durch den dänischen König Knud wird Fleckeby erstmals erwähnt. Das Dorf Fleckeby gehörte zu einem Drittel zu den Besitzungen des Michaelisklosters, die 1196 auf das Guldholmer Kloster am Langsee in Angeln übertragen wurden. Somit feierte Fleckeby im Jahre 1996 sein 800-jähriges Bestehen, obwohl das Dorf wesentlich älter ist. Der Ortsname Fleckeby entstammt dem Dänischen und ist damit erklärbar, dass die Südgrenze des dänischen Sprachgebietes um 1200 von der Eckernförder Bucht am Nordrand der Hüttener Berge entlang zwischen Jagel und Busdorf auf das Dannewerk zu verlief. Bei der Aufzählung der Güter, die vom Michaliskloster auf Gudholm übertragen werden sollten, wurde auch Fleckeby genannt, und zwar als Fekabicol (Feka = flaek = altdänisch: Sumpfkraut, bi = by = dänisch: Ort, Dorf, col = mittelalterliche lateinische Verkürzung für colonia = Ansiedlung).

1974 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden Götheby-Holm und Fleckeby zur Gemeinde Fleckeby mit heute 1.700 Einwohnern und 1.230 ha Fläche. Da der Ort Fleckeby von Landschaftsschutzgebieten umgeben ist, vollzieht sich die bauliche Entwicklung größtenteils in Götheby-Holm (Neubaugebiete Haller und Satower Weg). Fleckeby verfügt über zahlreiche zentrale Einrichtungen wie die Amtsverwaltung, Polizei, Post, Kirche, Sporteinrichtungen, Kindergärten, Fachgeschäfte, Ärzte, Apotheke, Sparkasse, Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen. Mit seinem vielseitigen Versorgungsangebot ist Fleckeby für die angrenzenden Gemeinden zum zentralen Ort geworden, bisher jedoch ohne offizielle Anerkennung. Das Leben in der Gemeinde wird von vielen Vereinen und Verbänden aktiv gestaltet. Durch die Lage an der B76 sind von Fleckeby aus die Städte Eckernförde und Schleswig in wenigen Minuten zu erreichen.

Fleckeby ist anerkannter ländlicher Erholungsort, im Jahre 2000 ging die Gemeinde als Sieger aus dem Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" hervor.
Neben dem Schulgebäude steht die "Hardesvogtei", das historische Gebäude der Verwaltungseinheit "Hüttener Harde" im Herzogtum Schleswig vom 12. bis 19. Jahrhundert. Das 1856 errichtete Gebäude diente bis 1868 dem Hüttener Hardesvogt als Amtssitz und Dienstwohnung, es ist eines der letzten erhaltenen dieser Art im gesamten Südschleswigschen Raum. Heute präsentiert das Haus eine Ausstellung zur Geschichte der Harden im Herzogtum Schleswig.

Die einzelnen Symbole im Wappen bedeuten folgendes: 2 Eichenblätter als Doppeleiche = die beiden Ortsteile Fleckeby und Götheby-Holm, Wurzeln im Ackerboden = Landwirtschaft, Hammer = Handwerk und Gewerbe und Wellenbalken = Lage der Gemeinde an der Schlei.

Kommunale Partnerschaften bestehen seit 1982 zur Gemeinde Hall (Steiermark/Österreich) und seit 1990 zur Gemeinde Satow in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Schulverband Fleckeby, bestehend aus den Gemeinden Fleckeby, Güby, Hummelfeld und Kosel, unterhält eine Grundschule, die Hauptschüler besuchen die Schule in Rieseby; weiterführende Schulen sind in Eckernförde und in Schleswig vorhanden.

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Weitere Informationen über die Gemeinde Fleckeby erhalten Sie unter http://www.fleckeby.de

Einwohner und Gemeindefläche

Einwohner (Stand: 30.09.2015)2.152
Fläche1.231 ha
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