Amt Schlei-Ostsee
-Der Amtsvorsteher -
Bauen und Umwelt

 

Gemeinde Rieseby

Beschlussvorlage
50/2019
1. Version
öffentlich


Einreicher Aktenzeichen
  Datum
Jan Andresen   
 
21.05.2019

Beratungsfolge Sitzung
Bau-, Wege- und Umweltausschuss 18.06.2019 
Finanzausschuss 24.06.2019 
Gemeindevertretung 26.06.2019 

Betreff:
Einbau Wegebaumaterial im Mühlenweg und Dinghöfter Weg

Sachverhalt:

Am 09.04.2019 hat die GV beschlossen, Asphaltfräsgut von der K83-Baustelle zu erwerben. Unterdessen wurden tatsächlich die beschlossenen rund 350 m³ Fräsgut an den beiden Wegen gekippt. Dem Beschluss gemäß sollen diese 350 m³ nun für rund 400 € durch einen örtlichen Unternehmer eingebaut werden. Sofern dieses Angebot steht und der Einbau stattfinden wird, bedarf es keiner weiteren Beratung. Da Herr Andresen aber Zweifel hat, dass ein Unternehmer dieses erklärtermaßen sehr heterogene Material (mit großen Klumpen) für die vergleichsweise kleine Summe (400 € entspricht 5 Stunden Gerät incl. Bedienung und MwSt.) profilgerecht und im Verbund zum Bestand in die Wege einbaut und verdichtet, wird vorsorglich eine Beratung empfohlen.

Es wurden schon Stimmen gehört, die die Verbesserung der Wegeoberfläche kritisieren, weil dann schneller gefahren werden könnte. Herr Andresen gibt zu bedenken, dass er schon eine Bürgerin mit Handicap (Elektrorollstuhl) auf einem der Wege getroffen hat. Er konnte beobachten, dass diese Schwierigkeiten hatte, um die zahlreichen Schlaglöcher herumzukommen, ohne umzukippen oder aufzuliegen.

Damit die Gemeindevertretung einen konkreten Preis für den Einbau des Fräsgutes einschließlich Verbund zum Bestand, Profilierung und Schaffung eines ungehemmten Wasserabflusses in die Banketten zur Beratung zur Verfügung hat, hat Herr Andresen ein Fachunternehmen um die Abgabe eines Angebotes, im Wesentlichen auf Quadratmeterbasis, gebeten. Dieses schließt mit einer Summe von gerundet 35.000 €. Dieser Preis wird die Gemeinde abschätzungsweise überfordern.

Herr Andresen organisiert gerade eine fast gleiche Maßnahme in einer anderen Gemeinde. Dort wird allerdings ein anderes Fachunternehmen zu vereinbarten Stundenpreisen arbeiten. Die dortigen Erfahrungen, auch hinsichtlich der Kosten, können ab Ende Juni in Rieseby genutzt werden.

Zur ergänzenden Information:

Im Mühlenweg wird der Wasserbeschaffungsverband Mittelschwansen Ende September bis Ende Oktober 2019 noch eine neue Frischwasserversorgungsleitung im Horizontalspül-bohrverfahren einbauen. Dazu wird dieser Weg voll gesperrt werden und es werden alle x Meter Start-, Ziel- und Montagegruben hergestellt. Aus diesem Grunde kann die Wegeinstandsetzung hier erst im Anschluss durchgeführt werden. Sollte die Witterung die wassergebundene Bauweise dann nicht mehr zulassen, muss im Frühjahr 2020 fortgefahren werden. Im Dinghöfter Weg könnte theoretisch schon jetzt eine Maßnahme durchgeführt werden.

Da der Mühlenweg vornehmlich im Basdorfer Bereich in einem schlechten Zustand ist, könnte man sich vielleicht im Spätherbst 2019 oder Frühjahr 2020 vorerst auf eine Sanierung dieses, kürzeren Wegeabschnittes beschränken. Der damit verbundene Aufwand mag mit rund 5.000 € abgeschätzt werden.

Beim Dinghöfter Weg ist eine Abgrenzung zwischen besseren und schlechteren Wegeabschnitten kaum möglich. Diese Maßnahme empfiehlt sich schon in diesem Sommer. Nach Abschätzung von Herrn Andresen wird eine wirkungsvolle Sanierung für die schon in der Vorlage 31/2019 genannten 12.500 € möglich sein.

Schlussendlich muss die GV entscheiden, wie verfahren werden soll. Der Bauhof ist weder personell noch maschinell in der Lage, den Einbau ohne dritte Unterstützung vorzunehmen.   


Abstimmungstext:

Es wird beschlossen, den Einbau des gelagerten Fräsgutes wie in der GV am 09.04.2019 für 400,00 € durchführen zu lassen und die Wege fortan zu beobachten. 



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Jan Andresen
-Verwaltung-